Deutsche Provinz der Jesuiten
Ministrantengruppe aus der Pfarrei Sankt Martin in Nürnberg mit Pater Simon Lochbrunner SJ.

Minis in Rom: Schwitzen mit dem Papst

Zum Ende der 12. Internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom am Freitag haben die Organisatoren ein überwiegend positives Fazit gezogen. Zum Abendgebet mit Papst Franziskus seien mit 90.000 Teilnehmern weit mehr als die offiziell angemeldeten 60.000 Ministranten aus 19 Ländern gekommen, sagte die stellvertretende Pressesprecherin der Deutschen Bischofskonferenz, Daniela Elpers, am Donnerstag in Rom. Mit dabei waren auch Jesuiten mit ihren Ministranten. Eine Gruppe kam aus Nürnberg, Sankt Martin, mit Pater Simon Lochbrunner SJ als Begleiter; eine weitere SJ-Gruppe kam mit Pater Gunnar Bauer SJ aus der Münchner Jesuitenkirche Sankt Michael.

Eröffnungsgottesdienst der Ministrantenwallfahrt der Erzdiözese München und Freising in der Lateranbasilika.

Trotz des Chaos bei den Sicherheitskontrollen vor der Papstaudienz und der enormen Hitze, die in Rom momentan herrscht, ziehen auch die Ministranten ein positives Fazit. Eine Teilnehmerin aus München betont das Gemeinschaftsgefühl untereinander: „Die Stimmung war wirklich super. Überall sind Ministranten. Man spürt direkt eine gewisse Vertrautheit bzw. Verbundenheit mit allen Menschen und eine Offenheit untereinander, auch wenn man sich nicht persönlich kannte.“ Alle hätten sich unglaublich umsichtig gegenüber anderen verhalten, sodass ein Gewinn der Wallfahrt ein gestärkter Gruppenzusammenhalt sein werde.

Vor dem Abendgebet fuhr Papst Franziskus zehn Minuten lang im Papamobil über den Petersplatz.

Wie für viele war auch für die Minis von Sankt Michael die Audienz mit Papst Franziskus ein Höhepunkt, doch dies war nur ein Punkt auf einem vollem, aber vor allem flexiblem Programm. Sie erzählen von ihrem Besuch bei Radio Vatikan oder die Mittagspause auf dem Aventin, wo ein Geigenspieler mit dem Song "My heart will go on" ihre Mittagspause versüßt hat. Dabei fällt Gunnar Bauer SJ auf, dass den Jugendlichen besonders die Programmpunkte abseits des klassischen Touristenpfads gefallen haben. "Ein ganz besonderes Erlebnis war für viele die Gruppenmesse in den Räumen des Heiligen Ignatius an seinem Gedenktag am 31. Juli", erzählt Pater Bauer. "An diesen Besuch werden sie sich sicher noch erinnern, wenn sie den Ignatius-Comic nach der Wallfahrt lesen werden." So wie 35.000 andere Ministranten auch haben die Minis von Sankt Michael auch den Ignatius-Comic von der Zukunftswerkstatt SJ mit ihrem Wallfahrtsgepäck geschenkt bekommen.

Die 12. Internationale Ministrantenwallfahrt mit Teilnehmenden aus 19 Nationen geht zu Ende, und die Gruppen aus Nürnberg und München haben bereits Abschied genommen. Die Münchner nicht nur von Rom, sondern auch von Gunnar Bauer SJ; da der Jesuit im September nach Bolivien gehen wird, um sich auf sein Tertiat vorzubereiten, war für ihn die Wallfahrt so etwas wie eine Abschiedsreise von seinen Minis von Sankt Michael: "Stimmungsvoller hätte ein Abschluss für meine Zeit in München nicht sein können."

P. Gunnar Bauer SJ (l.) mit den Ministranten von St. Michael im Kolosseum.

Zur Ministrantenwallfahrt verschenkte die Zukunftswerkstatt SJ einen Ignatius-Comic an alle Messdiener, die in Rom versammelt waren.
Bestellungen für den 70-seitigen Comic nimmt die Zukunftswerkstatt SJ übrigens unter zukunftswerkstatt(at)jesuiten.org entgegen.

letzte Aktualisierung am 03.08.2018